DALMATINER -UND LABRADORZUCHT"VOM KIRBACH"
Zucht freundlicher Familienhunde seit 1984
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Die Entwicklung des Hundewelpen von
der Geburt bis zur 8. Lebenswoche
Diese Seite beschreibt die Entwicklung des Hundewelpen in den ersten 8
Lebenswochen (also in der Zeit, die der Hund in der Regel beim Züchter
verbringt) und die Bedeutung dieser Zeit für die
Persönlichkeitsentwicklung des Hundes am Beispiel eines
Dalmatinerwurfes.
| "Tessy vom Kirbach" bekam
nach einer Tragzeit von etwas über 9 Wochen 10 gesunde Dalmatinerwelpen. (5
Rüden, 5 Hündinnen.) 3 davon sind weiß-braun gefleckt. Es ist Tessys 3. Wurf (mein GG-Wurf), sie ist also eine erfahrene Mutter. Über Tessys Abstammung und Ausstellungserfolge finden sie Informationen auf der Seite: Meine Dalmatinerhündinnen Vater der Welpen ist der schwedische Rüde "Rocca al
Mare Congregare," der Familie Barneveld in den Niederlanden gehört. |
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Tessy 1 Tag vor der
Geburt Welpen wenige Stunden alt
1. Die Vegetative Phase (Die beiden ersten Lebenswochen)
Die Geburt dauert je nach Anzahl der Welpen mehrere Stunden, die Abstände
zwischen den Welpen etwa zwischen 10 Minuten und 2 Stunden (Abweichungen nach
oben und unten sind möglich!) Normalerweise wiegen Dalmatinerwelpen bei der
Geburt zwischen 300 und 400 Gramm, das Geburtsgewicht meiner Welpen (wie bei
allen Würfen aus dieser Linie) ist niedriger. Trotzdem sind sie lebhaft und voll
entwickelt. Wie man sieht, kommen Dalmatinerwelpen bis auf die angeborenen
"Platten" weiß zur Welt.
Die beiden ersten Lebenswochen des Hundewelpen werden als "vegetative
Phase" bezeichnet. Die Welpen können noch nicht hören und
sehen, sie können jedoch schon riechen und fühlen und saugen instinktiv an den
Zitzen der Mutter. Die Fortbewegung ist kriechend. Die Mutter leckt die
Kleinen und frißt die Ausscheidungen, eine selbstständige Entleerung ist noch
nicht möglich.
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Welpen : 2 Tage alt 12 Tage alt (Lieblingsbeschäftigung!) 14 Tage alt - die Augen haben sich geöffnet
In der ersten Lebenswoche verdoppeln die Welpen ihr Gewicht.
Auch in der zweiten Lebenswoche beschränken sich die Aktivitäten auf Trinken
und Schlafen. Die dalmatinertypische Fleckung wird nun erkennbar. Zum Ende der
zweiten Lebenswoche öffnen sich die Augen der Welpen. Die Fortbewegung - immer
noch ein Kriechen - wird schneller, die Lautäußerungen differenzierter.
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2 "Mütter" ( "Tante" Opunkti hilft mit) Die
Umgebung (Wurfkiste) wird erforscht (18 Tage alt) Beim Nuckeln glücklich
eingeschlafen
2. Die Übergangsphase (3. Lebenswoche)
Die dritte Lebenswoche wird "Übergangsphase" genannt. Erst
jetzt beginnt der Welpe, seine Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Die
Augen sind nun geöffnet, der Welpe nimmt jetzt auch akustische Reize wahr. Der
"aufrechte Gang" wird geübt, ebenfalls die Lautäußerungen bis hin zum Bellen.
Für den Dalmatinerzüchter wird sich in dieser Woche
herausstellen, ob alle Welpen hören, auch die Augenfarbe ist (jedenfalls bei den
schwarzgepunkteten Welpen) deutlich zu erkennen.
Bei diesem Wurf ist alles in Ordnung, und ich bin natürlich sehr froh
darüber. Die scheinträchtige Opunkti (Pünktchen) hat den Umzug in eine größere
Wurfkiste ausgenutzt und beteiligt sich nun an der Aufzucht der Kleinen.
Scheinträchtige Hündinnen haben oft eine wertvolle Funktion als Ammen und
"Hilfsmütter (auch in der Natur).
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Gordon - ein vielversprechender Welpe (s.Deckrüden !) Pünktchen (Opunkti) im Glück ! Wurf 4 Wochen alt
3. Die Prägungsphase
Die Zeit von der 4. bis zur 7. Lebenswoche wird (nach dem von dem
Verhaltensforscher Konrad Lorenz bei seinen Versuchen mit Graugänsen benutzten
Begriff ) "Prägungsphase" ("Prägung" = irreversibler Lernvorgang)
genannt. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen prägen den Welpen also für
sein ganzes Leben.
Diese Erkenntnisse sind bei Hunden noch nicht sehr alt, noch während meines
Studiums von 1966-1971 waren sie noch nicht Bestandteil der Ausbildung in
Verhaltensforschung. Die Bedeutung dieses Zeitraums - den der Welpe ja beim
Züchter verbringt - ist deshalb lange Zeit unterschätzt worden.
Es ist nicht ganz einfach zu erklären, was in dieser Zeit passiert, da man
zumindest äußerlich zwischen einem optimal aufgezogenem Welpen und einem Welpen,
der einfach nur im Zwinger gehalten wurde bis er einen Käufer gefunden hat,
zunächst keine Unterschiede feststellen kann.
Vielleicht hilft ein Vergleich mit der Entwicklung des Kindes in den
ersten 4 - 5 Lebensjahren. Ein Kind, daß ohne Liebe aufwächst, kaum Spielzeug
und wenig Spielkameraden hat, seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten nicht
trainieren kann und nur ernährt und sauber angezogen wird, hat mit Sicherheit
in seiner Persönlichkeitsentwicklung einen Schaden erlitten.
Damit ein Welpe seine Anlagen optimal entfalten kann, muß er demnach in der
Prägungsphase genügend Lern- und Erkundungsmöglichkeiten haben. Im März-Heft
2001 der Zeitschrift "Hunde"steht ein zu diesem Thema passender Artikel, der
"neue Qualitätsmerkmale für Zuchtstätten" fordert.
Nach dem Umzug in's Welpenhaus fangen die Welpen an ,die Umgebung zu erkunden und ihre Fähigkeiten auszuprobieren. Dazu ein paar Bilder (aufgenommen im Alter von 5 1/2 Wochen):
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Spielen: Mit erwachsenen Hunden mit den Geschwistern Lieblingsspiel aller Welpen :Schnürsenkel öffnen
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Lernen: z.B. Buddeln-
die Mutter zeigt, wie es geht -und schon klappt es
allein!
Der zum Welpenhaus gehörende Auslauf ist ein Abenteuerspielplatz - und jeden
Tag kommen bei kleinen Ausflügen auf meinem 1500 Quadratmeter großen Grundstück
neue Erfahrungen dazu.
Als Spielpartner dienen bei mir - wie in der Natur- andere zum Rudel gehörende
Hunde. Die Mutter wird von den Welpen mehr als Milchflasche betrachtet und
entsprechend verfolgt (s. Bild links), sie hat jedoch eine wichtige Funktion als
unbestechlicher Aufpasser und Wächter.
Die folgenden Bilder sind bei verschiedenen Dalmatinerwürfen aufgenommen worden.
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Ausflug im Schnee mit 6 1/2 Wochen (4. März!) Neugierige Pferde- die Hälse der Shetties sind nicht lang genug !
Ein wichtiger Bestandteil der Prägungsphase ist für unsere Haushunde
der häufige Umgang mit Menschen.
Die ständige Beschäftigung mit den Welpen ist sehr zeitaufwendig und
meines Erachtens einer der wichtigsten Gründe dafür, kommerzielle Hundezucht und
Hundehandel zu verbieten. Man kann Welpen zwar füttern und sauberhalten, die
intensive Beschäftigung mit den Tieren und das Angebot einer interessanten
Umgebung fordern jedoch soviel Zeit und somit Geld, das genau an diesem Punkt
mit Sicherheit gespart wird und die Welpen dauerhafte psychische Schäden
erleiden.
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Spielen mit Kindern Spielen in der Scheune (bei schlechtem Wetter) Bald sind wir sind Haushunde !!!!
Mit Beginn der achten Woche beginnt die
Sozialisierungspase . In der Natur lernen die Kleinen jetzt,
sich in ihr Rudel einzufügen.
Die Impfung durch den Tierarzt und der Besuch des Zuchtwarts, die
"Wurfabnahme" mit Tätowierung werden in
dieser Woche vorgenommen. Für den Züchter und für die verkauften Welpen naht der
Abschied.
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Alle 10 auf einer Bank (aufgenommen in
der 8. Lebenswoche)
Mit 8 Wochen können die Welpen an ihre neuen Besitzer abgegeben werden. Der
Abschied fällt mir immer ein bißchen schwer, auch die Hundemütter brauchen ein
paar Tage, um über die Trennung hinwegzukommen.
Ich bin immer froh, wenn ich die Welpen in die nähere Umgebung verkaufen kann, die Chance, sie bei Welpentreffen und anderen Gelegenheiten wieder zusehen, ist dann größer.